Goldenes Ordensjubiläum von Schwester Maria Imelda
Mittwoch, 12. Oktober 2011 um 10:55 Uhr
Alfons Körbel

Schöppingen-Eggerode - Das Goldene Ordensjubiläum war für Schwester Maria Imelda aber auch für den Wallfahrtsort Eggerode ein besonderes festliches Ereignis.
Vor 50 Jahren hatte Sr. Imelda ihr Gelübde im Mutterhaus der Katharinen-Schwestern in Münster abgelegt. Viele Jahre war sie in Folge als Erzieherin tätig, zuerst in Wipperfürth, dann in Wewelsberg und ab 1967 in Schlitz. Es folgte danach eine Zeit als Kindergärtnerin in der Pfarrei Dreifaltigkeit in Münster und danach die Zeit als Provinzialoberin in Münster.
Seit 2003 ist Sr. Imelda in der Wallfahrtsseelsorge in Eggerode tätig, wo sie zuerst mit Schwester Maria Dorothea, die mittlerweile verstorben ist, den kleinsten Ordenskonvent bildete. Heute lebt sie in Eggerode mit Schwester Maria Philomena zusammen.
Schwester Maria Imelda erblickte im Kriegsjahr 1942 in Layß/Ostpreußen das Licht der Welt. Von dort floh ihre Mutter 1945 mit sechs Kindern vor der anrückenden russischen Front. Der Vater war bereits in Frankreich gefallen. Auf der Flucht verstarb der jüngste Bruder. In Lehrte bei Hannover fand die Familie ihre neue Heimat.
Am Samstag, dem Jahrestag ihrer ewigen Profess, feierte Sr. Imelda ihr 50-jähriges Ordensjubiläum im Mutterhaus in Münster zusammen mit noch zwei weiteren Schwestern und einer Mitschwester, die ihr Silbernes Ordensjubiläum (25 Jahre) beging. In einem festlichen Hochamt, das Probst Heinrich Remfert zusammen mir Pastor Stephan Wolf und zwei Priestern aus den Heimatgemeinden der anderen Schwestern zelebrierte, erneuerten die Jubilarinnen feierlich vor den zahlreichen Gästen ihre Ordensgelübde. Der Eggeroder Chor unter der Leitung von Kantorin Christa Teltenkötter hatte für die Heilige Messe eigens Gesänge einstudiert und trug damit zu einer würdigen Feier bei.
Provinzialoberin Sr. Ludgera dankte den vier Jubilarinnen in ihrer Laudatio für die aufopfernden Tätigkeiten in verschiedenen sozialen Einrichtungen und für die Treue zu ihrer Berufung.
Mit allen Eggerodern feierte Sr. Imelda ihr Ordensjubiläum am Sonntag im Hochamt. Die Predigt hielt Dr. Marc Röbel von der katholischen Akademie in Stapelfeld, der das Wirken der Frauen in Ordensberufen würdigte.
Auch Pastor Wolf dankte Sr. Imelda für ihre engagierte Tätigkeit in der Wallfahrtsseelsorge in Eggerode und lud nach dem Gottesdienst alle zu einem Empfang ins Pfarrheim ein. Dort hatten die Gäste die Möglichkeit, der Schwester zu ihrem besonderen Tag zu gratulierten. Anhand von Fotoprojektionen vermittelte die Schwester den Anwesenden den Verlauf ihres Lebens mit seinen besonderen Abschnitten.