„Zur Hoffnung berufen“ ist das Motto der diesjährigen Wallfahrt. Auf diese Hoffnung verwies auch der Weihbischof in seiner Predigt. Dabei war es für ihn unerlässlich, auf das Zusammenfallen des Patronatsfestes Mariä Geburt und den zehnten Jahrestag des 11. November 2011 einzugehen.
Mit der Flugzeugentführung und dem Anschlag auf das World Trade Center sei ein schlimmes Zeichen gesetzt worden, dessen Folgen unabsehbar seien. „Die Attentäter haben versucht, den Teufel mit dem Teufel auszutreiben“, brachte er die Tat auf eine einfache Formel. Dies gehe einfach nicht. „Auch wir Christen versuchten dies oft in ähnlicher Weise und sind am Ende unserer Kriegskunst und Geldwirtschaft angekommen“, beurteilt er die Lage.
Die Christen müssten einen neuen Anfang in dieser verkorksten Welt machen. Durch Maria führe die Gottesliebe alles zum Guten. „Sie gibt uns Kraft, gegen den Strom zu schwimmen“, munterte er die Gläubigen auf. Wir seien zur Gerechtigkeit berufen und befähigt, gegen die Ungerechtigkeit der Finanzmächte und Wirtschaft vorzugehen. Man dürfe nicht alles über sich ergehen lassen, zeigt er sich kämpferisch.
Unter dem Schutz „Unserer Lieben Frau vom Himmelreich“ müsse der Weg der Christen die Freude an Gott, die Freude am Leben und die Liebe zum Nächsten sein. Dies bedinge, dass die Starken die Schwachen schützen.
Nach dem Pontifikalamt, das von dem gemeinsamen Chor von Schöppingen, Gemen und Eggerode und dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Schöppingen mitgestaltet wurde, lud der Bischof alle Pilger ein, auf der Marienprozession durch das Dorf das Bildnis „Unserer Lieben Frau vom Himmelreich“ zu begleiten. Am Marienbrunnen machte das Gnadenbild mit dem Bischof und den Priestern Halt, um die Menschen vorübergehen zu lassen.
An der Gnadenkapelle endete die Prozession mit Gebet, Gesang und dem Segen des Bischofs.





