Schöppingen-Eggerode - Der Ruhe-Forst in Coesfeld war jetzt das Ziel der Halbtages-Radtour der kfd Eggerode. An Schloss Varlar vorbei radelten die Frauen über vorher ausgekundschaftete Wirtschaftswege und durch die fürstlichen Waldungen nach Sirksfeld, wo Förster Felix Haas die Frauen bereits erwartete, um sie durch den Forst zu führen.
Seit dreieinhalb Jahren werden auf diesem Naturfriedhof die Urnen Verstorbener in so genannten Ruhebiotopen beigesetzt. Die Bio-Urnen bestehen aus Stärke, einem kunststoffähnlichen Material aus Mais, das sich nach wenigen Monaten im Boden zersetzt. „Im ,RuheForst Westmünsterland-Coesfeld, der für 99 Jahre Bestand hat, wurden zahlreiche Ruhe-Biotope ausgewiesen und gekennzeichnet, deren Mittelpunkt jeweils ein Baum ist“, erklärte der Förster den Frauen.
Im Mittelpunkt des Ruhe-Biotops befindet sich ein Naturmerkmal, welches ein Baum, ein Strauch oder auch ein mit Moos überzogener Baumstumpf sein kann. Um dieses Naturmerkmal herum befinden sich bis zu zwölf Grabstätten für Urnen. Lediglich kleine Namensschilder kennzeichnen die einzelnen Ruhestätten, sonst bleibt alles der Natur belassen.
VON ALFONS KÖRBEL, GRONAU





