Am ehemaligen Haus Weersche wurden die Winterwanderer von den Besitzern Lisa und Helmut Wernsmann empfangen. Der Kaffeetisch war schon gedeckt. Helmut Wernsmann konnte den Eggerodern einiges zur Geschichte des Hauses Weersche erzählen. Der Bereich der mittelalterlichen Burganlage zeichnet sich durch die noch vorhandenen Gräften deutlich ab. Im Dreißigjährigen Krieg ist die Burg nach der Überlieferung vollständig abgebrannt. Ein Nachfolgebau diente in letzter Zeit als Wohnsitz der Förster des Grafen Droste zu Vischering. Heute ist das dort bestehende Haus Alterssitz der Familie Wernsmann.
Weersche wurde das Ödland bezeichnet, das sich im Norden von Schöppingen Heven bis zum Osten um das Dorf Osterwick hin erstreckte. Dort lag auch die so genannte Allmende, der Gemeindegrund.
Die Weerscher Mark wurde bereits im 11. Jahrhundert im Heberegister des Klosters Werden erwähnt. 1351 hatte der Burgmann Stryck dem Mutterkloster Groß-Burlo den Hof „Lütke Wersch“ im Kirchspiel Darfeld vermacht, so dass auf dem Grund dieses Gutes, auch genannt „tor Weyrsch“ das Kloster Klein-Burlo errichtet werden konnte.
Gestärkt wanderte die Gruppe weiter, um die Gedenkstätte des Klosters der Trappisten aufzusuchen. Die Trappisten waren vor der Französischen Revolution nach Deutschland geflohen und hatten 1795 auf dem Rosendahl ihr Kloster errichtet. Freiherr Adolf Droste zu Vischering hatte ihnen dort Land überlassen. Mit der Abdankung Napoleons kehrten die Nonnen 1815 nach Frankreich (Lavalle) zurück. 1827 übersiedelten die Mönche nach Entrammes in Frankreich. Das Kloster wurde abgerissen. Es hatte 30 Jahre auf der Grenze zwischen Darfeld und Osterwick existiert und war gleichsam zum Überlebensort des Ordens der Trappisten geworden.
Mit einem gemeinsamen Essen im Haus Grüner schlossen die Eggeroder Heimatfreunde ihre Winterwanderung ab.





