Nach der Aufhebung aller Klöster in Frankreich konnten sich die Mönche und Schwestern zwar säkularisieren lassen und eine staatliche Rente in Anspruch nehmen, aber die meisten zogen es vor zu emigrieren. So waren etwa 60000 – 70000 Mönche auf der Flucht und somit auf ewig aus Frankreich verbannt.
Die Trappisten entstanden im 17. Jahrhundert als Reformzweig innerhalb des Zisterzienserordens unter der Bezeichnung „Orden der Zisterzienser von der strengeren Observanz“ (OCSO) heute offiziell „Zisterzienserorden der strengeren Observanz“ (OCR). Armand Jean Le Bouthillier de Rancé führte die Reformbestrebungen fort und verbreitete sie. Er war bereits 1637 Abt im Zisterzienserkloster La Trappe. 1790 wurde La Trappe im Zuge der Französischen Revolution aufgehoben. Augustin de Lestrange, seit 1785 Novizenmeister von La Trappe, flüchtete mit 21 Mönchen zunächst in die Schweiz und ließ sich im verlassenen Kartäuserkloster La Valsainte nieder.
1798, als französische Truppen in die Schweiz einfielen, mussten die Mönche auch La Valsainte verlassen. Sie durchwanderten Deutschland, Österreich, Böhmen und Polen bis nach Russland. Von dort wurden sie 1800 ausgewiesen. Die Mönche teilten sich in verschiedene Gruppen auf und gelangten nach Westfalen, Flandern, England und Amerika.
Ein Refugium fanden die Trappisten schließlich 1795 auf dem Rosendahl, wo die Mönche vom Freiherrn Adolf Droste zu Vischering Land überlassen bekamen und von Graf Ignatz von Landsberg Velen unterstützt wurden.
In Münster, das zu der Zeit etwa 10000 Einwohner zählte und von 310 Priestern betreut wurde, hielten sich damals an die 7000 Emigranten auf.
Die fleißigen Mönche bauten nun ein Kloster auf, dem auch eine Schule angegliedert war, in der bis zu 76 Jungen unterrichtet wurden. Insgesamt erlebte das Kloster in Westfalen eine wechselhafte Geschichte, die durch die häufigen politischen Veränderungen bedingt waren.
Mit der Abdankung Napoleons kehrten die Nonnen 1815 nach Frankreich (Lavalle) zurück. 1827 übersiedelten die Mönche ebenfalls nach Entrammes in Frankreich und das hiesige Kloster wurde abgerissen. Es hatte 30 Jahre auf der Grenze zwischen Darfeld und Osterwick existiert und war gleichsam zum Überlebensort des Ordens der Trappisten geworden.
Voraussichtlich noch vor Weihnachten erscheint das Buch von Wilhelm Knoll zur Geschichte der Tappisten im Bernadus Verlag in Aachen. Der Partnerschaftsverein Rosendahl/Entrammes wird die Flyer zu dem Buch an seinem Stand auf dem Markedag in Holtwick (2. Dezember ab 14:00 Uhr) ausliegen haben.





